Die fünf Elemente
Fünf Elemente halten den Raum.
Sie begleiten das ganze Wochenende — leise, verlässlich, in der Mitte des Kreises.
Erde
Das Mahl
Ein befreundeter Koch kocht für den Kreis und erzählt, was auf dem Tisch liegt.
Wasser
Quellwasser
Es steht besungen in der Mitte und eröffnet jeden Tag mit einem geteilten Schluck.
Feuer
Die Kerzen
Jeden Morgen entzündet, am Sonntag vom ganzen Kreis gemeinsam gelöscht.
Luft
Der Atem
Ruhig und weit, auf einem tiefen Ton — er trägt den Leib vom Tanz in die Stille.
Äther
Der Klang
Laut auf der Bühne, leise im Nest, ein letzter Ton am Schluss.
Der Bogen
Drei Tage, ein Weg.
Der Samstag führt vom Kopf ins Herz und vom Herzen in den Leib. Die Nacht verdaut. Der Sonntag holt das Gewachsene ins Bild und ins Wort.
Freitag · frei wählbar
Der Auftakt
18 bis 21 Uhr
- Ankommen — Wasser, Tee
- Das Feuer — Kerzen und Namen
- Die große Bühne — Konzert und Tanz
- Die Suppe
- Stille, dann gute Nacht
Samstag
Vom Kopf ins Herz
10 bis 20 Uhr
- Die Mitte — Kerzen, Wasser, Namen
- Die Bühne — lockert
- Der Atem — weitet
- Die Stille — öffnet
- Der Kakao — verbindet
- Das Mahl
- Der Dialog — öffnet das Herz
- Akroyoga — verkörpert
- Tee und Übergang
- Kuscheln — integriert
- Ein Wort in die Nacht
Sonntag
Vom Herzen ins Wort
10 bis 16 Uhr
- Das Morgenlied — die Mitte
- Der Atem
- Die Stille
- Das Malen — drückt aus
- Das Mahl
- Der Herzrat — Teilen im Wort
- Der letzte Ton — Kerzen, Wasser, Dank
Die Stationen
Was an diesem Wochenende geschieht.
Jede Station ist eine Einladung. Zusehen ist Teilnahme.

Klang
Die Bühne
lockert
Chrislicht spielt, und alle tanzen — frei, jeder in seinem Takt. Nach und nach gehört die Bühne allen. Das letzte Lied wird leiser, bis ein einziger Ton im Raum steht; aus ihm wird die Stille.

Luft · Innen
Der Atem und die Stille
weitet · öffnet
Nach dem Tanz wird der Atem langsam und weit, getragen von einem tiefen Ton — sanft, in der eigenen Weise. Dann sitzen wir in Schweigen und sehen, was ist: den Atem, die Wärme, die Bewegung im Leib.
Eine Stille, die jeder kennt, der je still gesessen hat — und die auch findet, wer heute erstmals sitzt.

Begegnung
Der Kakao
verbindet
Getrunken in Stille, die Tasse in beiden Händen. Dann sagt jeder einem Menschen einen Satz aus dem Herzen, und der andere hört — ein erster Schritt vom Ich ins Du.

Du
Der Dialog
öffnet das Herz
In Paaren und kleinen Runden: innehalten, entspannen, öffnen, dem Entstehenden vertrauen, tief hören, wahr sprechen. Was in der Stille sichtbar wurde, findet ein Gegenüber.
Die sechs Schritte stammen aus dem Einsichtsdialog nach Gregory Kramer.

Erde
Das Mahl
erdet
Ein befreundeter Koch bringt das Essen in den Kreis und erzählt, was auf dem Tisch liegt und woher es kommt. Die ersten Minuten essen wir still, dann wird erzählt. Am Samstag leicht, weil danach der Leib fliegt; am Sonntag nährend.

Wir
Akroyoga
verkörpert
In Dreiergruppen: eine Basis, ein Flieger, ein Mensch, der sichert. Fast zwei Stunden Zeit — vom Vertrauen am Boden bis in die ersten Figuren und wieder zurück. Wer mag, bleibt Basis; auch das ist Akroyoga.

Geborgenheit
Kuscheln
integriert
Nach dem Tragen das Gehaltenwerden. Eine erfahrene Raumhalterin öffnet mit einer Übung des Einvernehmens: fragen, Ja sagen, Nein sagen, beides danken. Dann fast zwei Stunden Ruhe, Nähe und leiser Klang — bis der Tag sinkt.

Ausdruck
Das Malen
drückt aus
Am Sonntagmorgen malt jeder, was in ihm gewachsen ist — Können braucht es keines. Dazu ein langes Blatt für alle: das Bild des Kreises. Nach einer Nacht hat das Erlebte eine Gestalt.

Sonntag · Teilen im Wort
Der Herzrat
Am Ende sitzt der Kreis im Rat des Herzens. Die Bilder liegen in der Mitte, ein Sprechstein wandert. Wer ihn hält, spricht; alle anderen hören.
- vom Herzen sprechen
- vom Herzen hören
- knapp sprechen
- aus dem Augenblick sprechen
Ein Platz im Kreis bleibt frei — für alle, die heute fehlen. Was im Herzrat gesagt wird, bleibt im Kreis.
Die vier Absichten stammen aus der Kreis-Praxis des Council.
Der Rahmen
Sieben Sätze tragen das Wochenende.
- Jede Station ist eine Einladung; Zusehen ist Teilnahme.
- Vor jeder Berührung steht eine Frage. Ein Ja gilt, ein Nein wird gedankt.
- Ein „Stopp“ hält alles sofort an.
- Die Kleidung bleibt an; Nähe ist hier Geborgenheit.
- Das Wochenende ist für Erwachsene ab 18.
- Fotos entstehen allein mit dem Einverständnis aller, die darauf sind; das Kuscheln bleibt ohne Kamera.
- Was im Kreis gesagt wird, bleibt im Kreis.
Vor dem Wochenende fragt eine kurze Selbstauskunft, was die Leitenden wissen sollten — für den Atem, das Akroyoga und den Kakao.
Wer trägt
Je Gewerk ein Mensch.
- Klang
- Atem
- Stille
- Kakao
- Dialog
- Herzrat
- Akroyoga
- Kuscheln
- Malen
- Das Mahl
Klang, Atem, Stille, Kakao, Dialog und Herzrat hält Chrislicht. Akroyoga, Kuscheln, Malen und das Mahl tragen Menschen, die ihr Gewerk leben. Ab dreizehn Menschen kommt eine zweite Raumhalterin dazu.
Termine
Das erste Wochenende entsteht.
Die Termine folgen dem Mond. Wer vorgemerkt sein mag, schreibt eine Zeile mit dem Wort „Herzrat“.